SOS Finanzamt: Wie Bürger zu »gläsernen Melkkühen« werden
Michael Brückner
In den kommenden Jahren müssen die Deutschen wahrscheinlich für mehr als eine Billion Euro haften. Die Bundesregierung – also der Steuerzahler – bürgt für die Summe. Die Finanzämter werden darauf vorbereitet, die Daumenschrauben kräftig anzuziehen.
Mit der vom Bundestag beschlossenen Wiederbelebung des Bankenrettungsfonds SoFFin steigt das Haftungsrisiko für die Steuerzahler jetzt auf eine Summe, die den kompletten Steuerzahlungen
der Bürger von fast zwei Jahren entspricht. Der Bundestag hatte Ende Januar 2012 beschlossen, den 2010 stillgelegten Bankenrettungsfonds SoFFin im Umfang von 480 Milliarden Euro zu reaktivieren. Deutsche Steuerzahler haften zudem im Falle eines Zahlungsausfalls der vier PIGS-Länder Griechenland, Irland, Portugal und Spanien sowie Italiens schon jetzt mit 595 Milliarden Euro (allein das entspricht den gesamten Steuereinnahmen eines Jahres). Die EU debattiert zudem über Ausweitungen der Rettungspakete. Klar ist somit: Deutsche Steuerzahler haften derzeit für mehr als eine Billion Euro. Und irgendwoher muss das Geld für den absehbaren Ernstfall schließlich kommen. Im Bundesfinanzministerium wurde inzwischen ein Fachmann für Enteignungen eingestellt. Und die Finanzbehörden arbeiten mit einer Datenbank, die auf den unverfänglichen Namen »Zauber« getauft wurde. Das alles ist aber erst der Anfang vom bevorstehenden Griff in die Taschen jener, die für Krisenzeiten vorgesorgt haben.
Immer häufiger schnüffeln die Finanzämter in den Konten der Bürger – im letzten Jahr mehr als 63.000 Mal. Die heimliche Kontoabfrage macht Sparer und Anleger zu »gläsernen Melkkühen«. Doch die Methoden der Behörden sind viel subtiler. Sie könnten die Vorstufe für eine planmäßige staatliche Abzocke der Bürger sein. Lesen Sie, was andere Ihnen über die Schnüffelpraktiken der Finanzämter verschweigen.
Das ist ein Zitat von: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-brueckner/sos-finanzamt-wie-buerger-zu-glaesernen-melkkuehen-werden.html
Nun zu meiner eigenen Situation:
Im Jahr 2007 Wurde mein Sohn geboren, meine Frau war im Mutterschaftsurlaub und erhielt Elterngeld nach der neuen Regelung (meine Tochter wurde im Jahr zuvor geboren, es gab Elterngeldnach der alten Regelung also 460€). Dieses Elterngeld wird ja auf das Netto-Einkommen des letzten Jahres gerechnet, um es mal zu verdeutlichen:
67% von 460€ = 308,20€
Also hatte meine Frau ein Netto-Einkommen von 308,20€ beim 2. Kind (in meinen Augen eine Sauerei den Schnitt so hart zu machen)
Aufgrund des geringen Einkommens meiner Frau (meins blieb in etwa gleich) bekamen wir eine ordentliche Steuerückzahlung im Jahr 2008 (genaue höhe kenne ich nicht mehr)
Nun kommts Dicke! Im Februar diesen Jahres (2010) flatterte ein Brief vom Finanzamt ins Haus, wir sollen Steuern in höhe von 277€, für das Jahr 2007, zurückzahlen, wobei sich im Betrag auch Zinsen in höhe von 43€ befinden.
Spinn ich denn? Das Finanzamt hat sich offenbar damals verrechnet und fordert die Steuern zurück, nun gut, sei es denn so. Allerdings muss ich für das unvermögen der Mitarbeiter dort auch noch 43€ Zinsen zahlen!
Ich kann nur sagen, herzlich willkomen in Deutschland, dem Land der Abzocker!
